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Für wen gibt es die Pflicht zum Einbau
eines Smart Meter?

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Smart Meter Pflicht

Von Martin Jendrischik. Freitag, 27.10.2017


Wer der Pflicht zum Einbau eines Smart Meters unterliegt, hängt vom Jahresstromverbrauch oder der Leistung der eigenen Energieerzeugungsanlage


Um die Energieversorgung fit für die Zukunft zu machen, hat sich die EU im Jahr 2009 auf das sogenannte dritte Energiepaket geeinigt. Darin ist unter anderem auch der Einbau moderner Messtechnik geregelt. Wie genau die einzelnen Mitgliedsstaaten mit der Umrüstung (dem sogenannten Smart Meter Rollout) verfahren, ist ihnen in gewissen Grenzen freigestellt. Konkret ist deshalb festgeschrieben: „Die Einführung intelligenter Messsysteme sollte nach wirtschaftlichen Erwägungen erfolgen können. Führen diese Erwägungen zu dem Schluss, dass die Einführung solcher Messsysteme nur im Falle von Verbrauchern mit einem bestimmten Mindeststromverbrauch wirtschaftlich vernünftig und kostengünstig ist, sollten die Mitgliedstaaten dies bei der Einführung intelligenter Messsysteme berücksichtigen können.“ (Artikel 55, Richtlinie 2009/72/EG)


In Deutschland wurde eine entsprechende Kosten-Nutzen-Analyse vom Bundeswirtschaftsministeriums in Auftrag gegeben und vom Beratungsunternehmen Ernst & Young durchgeführt. Diese kam zum Schluss, dass die von der EU vorgeschlagene allgemeine Einbaupflicht in Deutschland "aus gesamt- und einzelwirtschaftlicher Sicht nicht vorteilhaft" ist.


Smart Meter Rollout in Deutschland


Das Ziel in Deutschland ist klar definiert: Spätestens im Jahr 2032 sollen moderne Messeinrichtungen (= digitaler Stromzähler ohne Kommunikationsschnittstelle) und intelligente Messsysteme (= digitale Stromzähler mit Kommunikationsschnittstelle) flächendeckend eingesetzt werden. Doch der Weg dorthin erfolgt in Etappen. Zeitlich gestaffeltes Rollout heißt dieser Prozess und wer der seit 2017 geltenden Pflicht zum Einbau eines Smart Meters unterliegt, hängt vom Jahresstromverbrauch oder der installierten Leistung der eigenen Energieerzeugungsanlage (z.B. die Solaranlage auf dem Dach oder das Blockheizkraftwerk im Keller) ab. Detailliert ist dies im Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) geregelt.


Die gute Nachricht für Privathaushalte und Kleingewerbe: Liegt der Stromverbrauch im Jahr unter 6.000 kWh(was in etwa einem durchschnittlichen 4-Personenhaushalt entspricht) und hat die eigene Solar- oder KWK-Anlage eine elektrische Anschlussleistung unter 7 kW, besteht keine Pflicht zum Einbau eines Smart-Meters. Hier besteht aber die Möglichkeit, ein intelligentes Messsystem freiwillig einbauen zu lassen.


Auch wer mehr als 6.000 kWh Strom im Jahr verbraucht, muss noch nicht sofort mit einem Smart-Meter ausgerüstet werden. Denn liegt der Energieverbrauch unter 10.000 kWh, so beginnt die Einbaupflicht erst im Jahr 2020. Lediglich Großverbraucher, die mehr als 10.000 kWh im Jahr beziehen oder all jene, deren Energieerzeugungsanlage eine Anschlussleistung zwischen 7 und 100 kW hat, müssen mit einem Smart Meter ausgerüstet werden, sobald diese verfügbar sind.


Zeitplan des Smart Meter Rollouts:


Ab 2018: Der Einbau von Smart Meter ist verpflichtend für Verbraucher (Unternehmen und Haushalte) mit einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 10.000 Kilowattstunden und für Betreiber einer Photovoltaik- oder BHKW-Anlage mit mehr als 7 Kilowattstunden elektrischer Anschlussleistung.

Ab 2020: Haushalten und Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden müssen einen intelligenten Stromzähler (Smart Meter) bekommen.

Erfahren Sie mehr: Smart Meter Rollout: der Zeitplan im Überblick.


Moderne Messeinrichtung ist für alle Pflicht


Eines lässt sich aber trotz allen Ausnahmen nicht umgehen: die Einbaupflicht für moderne Messeinrichtungen. Dabei handelt es sich um den eigentlichen Zähler, der erst durch die Kommunikationseinheit (das sogenannte Smart-Meter Gateway) zum intelligenten Messsystem (Smart Meter) wird. Moderne Messeinrichtungen ermitteln den Stromverbrauch digital und sollen nach und nach die alten mechanischen Ferraris-Zähler ersetzen. Aber genau hier liegt das Problem: Da digitale Zähler die Messwerte nicht übertragen können, wird für die meisten Bürger eine echte Energievisualisierung nicht möglich sein (Erfahren Sie mehr: Digitale Stromzähler versus intelligente Zähler: Was lohnt sich wirklich?)


Im Klartext heißt das: In Neubauten werden ab sofort keine analogen Ferraris-Zähler, sondern nur noch moderne Messeinrichtungen verbaut. Auch bei größeren Renovierungen wird dies zur Pflicht. Als „größer“ sieht dabei die EU-Richtlinie 2002/91/EG alle Änderungen an, bei denen die Gesamtkosten der vorgenommenen Arbeiten an der Gebäudehülle und der Haustechnik (Heizung, Warmwasser, Lüftung, usw.) ein Viertel des Gebäudewertes übersteigen oder ein Viertel der Gebäudehülle renoviert wird.


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Kategorien: Smart Meter

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