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Mieterstrom Webinar - Fragen zum Mieterstrom

Mieterstrom Webinar

Erfahren Sie alles Wissenswerte über die Umsetzung von Mieterstrom mit Discovergy

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Im Rahmen der Zusammenarbeit im Bereich Mieterstrom zwischen dem führenden Komplettanbieter von Smart Metering Lösungen, Discovergy, und dem Großhändler Krannich Solar hat Joachim Lang, Vertriebsleiter bei Discovergy, ein Webinar zum Thema Realisierung von Mieterstromprojekten gehalten.


Die Präsentation, die 75 Minuten dauert, ist vor allem für jene interessant, die die Umsetzung eines Mieterstromprojekts planen und noch offene Fragen bezüglich rechtlicher Voraussetzungen, Wirtschaftlichkeit, Preisen, Erstellung von Messkonzepten, Abstimmung mit dem Netzbetreiber oder des Abrechnungssystems haben. Zum schnellen Überblick haben wir die wichtigsten Aussagen aus dem Webinar zusammengefasst.


Wie entsteht das Messkonzept für ein Mieterstromprojekt?

Wird ein Mieterstromprojekt gestartet, muss zunächst das Messkonzept mit dem Netzbetreiber abgestimmt werden. Dieses legt fest, wie die Messdaten erfasst und dem Netzbetreiber zur Verfügung gestellt werden. Das ist in vielen Fällen noch relativ aufwendig, denn trotz den vielen Regelungen in der Energiewirtschaft, gibt es immer noch viele Netzbetreiber, die entweder sehr eigene Vorstellungen von Mieterstrom haben, oder eben nicht so viel Erfahrung besitzen.


Aus Discovergy-Sicht gab es noch nie ein Messkonzept, das letztlich nicht freigegeben wurde. In der Rolle des Messstellenbetreibers haben wir mit allen Netzbetreibern Deutschlands gültige Messrahmenverträge. Das bedeutet, dass uns ein Netzbetreiber nicht verbieten kann, unsere Zähler zu installieren. Deshalb kann es trotzdem zu langwierigen Abstimmungsprozessen und Diskussionen mit dem Netzbetreiber kommen – aber bei 140 umgesetzten Projekten gab es stets eine Einigung.

Welche ist das am häufigsten angewandte Messkonzept in Mieterstromprojekten?

Was die Anzahl und Typen der eingesetzten Zähler betrifft, ist das sogenannte Summenzählermodell die typische Konstellation bei Mieterstromprojekten. Dieses Modell vereint den Discovergy Smart Meter in jeder Wohnung mit zwei weiteren Komponenten: Einerseits dem Produktionszähler für die Photovoltaik- oder eine andere Erzeugungsanlage, damit die Produktionsmenge gemessen werden kann. Anderseits ein Summerzähler, der nichts anderes als ein Zweirichtungszähler ist, der die tatsächlichen Daten des Bezugs und der Einspeisung aus dem und ins öffentliche Netz am Hausübergabepunkt erfasst.


Das Summenzählermodell, in Kombination mit den sekundengenauen Messwerten von unseren Smart Metern, gewährleistet nicht nur die korrekte Abrechnung sowohl des eingespeisten als auch an den Mieter verkauften Stroms, sondern ist auch die Voraussetzung für die vom Gesetz vorgeschriebene Drittbelieferung von Bewohnern des Mieterstromobjekts, die sich gegen Mieterstrom entschieden haben und weiterhin Kunden ihres aktuellen oder eines frei wählbaren Energieversorgers bleiben möchten.

Welche Modalitäten von Mieterstrom sind mit Discovergy umsetzbar?

Wurden früher vor allem Mieterstrommodelle mit Photovoltaik-Dachanlagen realisiert, kommen inzwischen immer häufiger weitere Produktionsanlagen wie BHKWs oder kleine Windkraftanlagen dazu. Das bedeutet, dass wir mit den heute im Einsatz befindlichen Konstellationen in Bezug auf die Erstellung von Messkonzepten und Abstimmung mit dem Netzbetreiber umfangreiche Erfahrung haben. Darüber hinaus versuchen wir immer auf dem aktuellsten Stand zu sein, um die neuen Anforderungen umzusetzen.

Welche Pflichte hat der Betreiber einer Mieterstromanlage?

Wichtig ist zu verstehen, dass derjenige, der die Mieterstrom-Anlage betreibt, tatsächlich einen Stromliefervertrag mit irgendeinem Stromlieferanten abschließen muss, um damit den Reststrom für die Zeit, in der der lokal produzierte Strom nicht ausreicht, an den Bewohner verkaufen zu können (das geht nicht anders, weil der Netzbetreiber an einem einzigen Stromzähler nicht verschiedene Stromlieferanten verwalten kann). Und indem er das tut, wird der Anlagenbetreiber zwangsläufig zum Energieversorger innerhalb seiner Kundenanlage.


Das ist nicht die klassische Rolle, die ein Stadtwerk oder ein großer Energieversorger hat, sondern eine sogenannte „abgespeckte Rolle“. Aber der Anlagenbetreiber wird eindeutig zum Energielieferanten. Das muss einmalig bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden, und obwohl dieser administrative Akt im Prinzip keine große Sache ist, sind damit bestimmte Pflichten verbunden. Dazu gehört die marktkonforme Kunden- und Stromabrechnungsverwaltung. Diese Pflichten sollen künftige Mieterstrombetreiber nicht abschrecken, denn unser Portal unterstützt Sie bei diesen Aufgaben.


Erfahren Sie mehr: Welche administrativen Anforderungen sind Pflicht für die Anmeldung und den Betrieb von Mieterstromprojekten?

Für Mieterstrombetreiber hat das Abrechnungsmanagement oberste Priorität: Wie wird dieser komplexe Prozess durch das Web-Portal von Discovergy vereinfacht?

Im Web-Portal von Discovegy gibt es einen separaten Bereich für Mieterstrom. In diesem kann der Mieterstrombetreiber die Aufgaben des Kunden- und Abrechnungsmanagements in intuitiver und automatisierter Weise abwickeln. Der Anlagenbetreiber kann dort beispielsweise das Tarifmodell festlegen, in dem sowohl der Preis für lokal erzeugten Strom als auch der für Reststrom eingetragen wird.

 

Diese zwei Preise dienen als Basis für eine gesetzeskonforme Stromabrechnung, die das Portal den Mieterstromkunden vollautomatisiert monatlich oder jährlich zusendet. Für diesen Service berechnet Discovergy einen jährlichen Betrag je Zählpunkt von 5,04 Euro netto, plus einen kleinen Aufpreis von ungefähr 1,47 Euro netto, falls die Bewohner ihre Stromrechnungen per Post bekommen möchten.

 

Auch die Verwaltung von ein- und ausziehenden Mietern ist kein Problem mit dem Discovergy Abrechnungssystem. Der Anlagenbetreiber gibt dort ganz einfach das Datum des Auszugs ein und, wenn der Mieter tatsächlich auszieht, wird eine letzte Abrechnung auf Basis des letzten Zählerstandes durchgeführt.

Warum ist Mieterstrom mit Discovergy für die Bewohner eines Mieterstromobjektes besonders vorteilhaft?

Mieterstrom ist ein wichtiges Thema, um Mieter an der Energiewende partizipieren zu lassen und gute Stromkonditionen zu generieren. In den klassischen Stromtarifen, unabhängig von den Stromanbietern, sind viele netzgebundene Entgelte für die Nutzung des öffentlichen Netzes enthalten. Da der Strom aus der Erzeugungsanlage direkt vor Ort produziert und direkt verbraucht wird, entfällt ein Teil dieser Entgelte für Mieterstromteilnehmer.

 

Der andere große Vorteil ist, dass jeder Bewohner eines Mieterstromobjektes einen Discovergy Smart Meter und einen separaten Zugang zum Portal bekommt. Dort können die Bewohner ihr Stromverbrauchsverhalten in Echtzeit nachvollziehen und von weiteren Funktionen wie der Geräteerkennung oder dem monatlichen Energiereport profitieren. Viele Diskussionen drehen sich um die Frage, ob sich die Anschaffung intelligenter Stromzähler für Mieter rechnet. Wir sagen ja, denn unsere Kunden haben zum großen Teil nach drei bis sechs Monaten zehn bis fünfzehn Prozent ihres Stromverbrauchs eingespart. Das passiert einzig und allein darüber, dass sie sich über ihr Verhalten bewusst werden und dieses ändern. Dafür müssen sie nicht mal, weniger Komfort in Kauf nehmen.

Wie ist der Ablauf eines Mieterstromprojektes mit Discovergy?

Wir haben in der unteren Illustration die Phasen eines Mieterstromprojektes detailliert dargestellt.

Mieterstrom: Phasen eines Mieterstromprojektes

 

Die Phase 0 ist die Vorbereitungsphase: Wir stellen die Information rund um das neue Mieterstromprojekt zusammen, so dass wir auf dieser Basis ein erstes, indikatives Angebot erstellen können. Damit weiß der Kunde, welche Kosten sowohl für Erstellung und Abwicklung des Messkonzepts als auch für die Messtechnik auf ihn kommen würden, wenn er sich für die Realisierung des Mieterstromprojektes mit Discovergy entscheidet.

 

Die zweite Phase fängt dann an, wenn der Kunde uns den endgültigen Auftrag für die Projektierung gibt. Wir erstellen dann ein auf die Situation abgestimmtes Messkonzept und gehen in die Diskussion mit dem Netzbetreiber, um schnellstmöglich die Freigabe für das Messkonzept zu erhalten. Da viele Netzbetreiber etwa bei einer Kaskadenmessung oder in Bezug auf den Zählertyp andere Anforderungen haben, müssen wir auf diese Freigabe des Netzbetreibers warten, bis ein finales Angebot erstellt werden kann.

 

Die nächste Phase ist dann die Umsetzungsphase: hier überwachen wir die gesamte Koordination des Zählerumbaus und stellen die reibungslose Inbetriebnahme der Zähler sicher. Sobald alles funktionsfähig ist, geht das neue Mieterstromprojekt in den Regelbetrieb. Das bedeutet, Regelbetrieb für uns als Messstellenbetreiber und Regelbetrieb für unsere Kunden als neue Betreiber des Mieterstromobjektes.

Wie sieht ein Mieterstrom Angebot von Discovergy aus?

Falls Sie Interesse an der Umsetzung von Mieterstrom mit Discovergy haben, senden wir Ihnen zwei unverbindliche Angebote.

 

Ein erstes Angebot in Höhe von einmalig 1.000 Euro netto für die Erstellung des Messkonzepts, die Abstimmung mit dem Netzbetreiber, die Projekteinrichtung in unserem System sowie das Anlegen der Mieterverwaltung/Microgid in unserem Mieterstrom-Management-Portal.

 

Das zweite Angebot, dessen definitive Version wir Ihnen nur nach der Freigabe des Messkonzeptes vom Netzbetreiber zusenden können, enthält die einmaligen Kosten für den Einbau unserer Messtechnik sowie die jährlichen Entgelte für den Messstellenbetrieb der Zählpunkte.

Ab welcher Größenordnung ist es rentabel, ein Mieterstromobjekt zu betreiben?

Es hängt natürlich viel von den wirtschaftlichen Erwartungen des Anlagenbetreibers ab. Aber es ist heute tatsächlich noch so, dass in der Regel ein Mieterstromprojekt mit weniger als zehn Wohneinheiten nicht wirtschaftlich ist. Dazu gibt es natürlich auch andere Einflussfaktoren, zum Beispiel wie hoch die installierte Leistung und die Entstehungskosten für Strom aus der Erzeugungsanlage ist. Wenn man tatsächlich nur wenige Kilowatt installieren kann, die nur für zehn bis 15 Prozent des Verbrauchs ausreichen, ist von einem Mieterstrommodell abzuraten.

Wie lang dauert die Umsetzung eines Mieterstromprojektes? Wann sollte man Kontakt mit Discovergy aufnehmen?

Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur finalen Umsetzung eines Mieterstromprojektes können drei Monaten vergehen. Deshalb ist es wichtig, so früh wie möglich Kontakt mit Discovergy aufzunehmen, damit wir mit der Erstellung des Messkonzepts und der Abstimmung mit dem Netzbetreiber beginnen können. Am besten sprechen Sie uns schon während der Projektierung der Erzeugungsanlage an, damit sowohl Erzeugungsanlage wie auch das Mieterstrommodell zeitgleich in den Regelbetrieb gehen können.

Welche wichtigen Mieterstromprojekte hat Discovergy schon umgesetzt?

Discovergy hat mittlerweile mehr als 140 Mieterstrom-Projekte erfolgreich umgesetzt.

 

Ein gutes und aus der Fachpresse sehr bekanntes Beispiel von privatem Mieterstrom in einem Mehrfamilienhaus ist das sogenannte Henne-Haus in Oldenburg, weil hier die richtige Kombination aus Photovoltaik, BHKW und Batterie-Speicher zu einer fast kompletten Energie-Selbstversorgung geführt hat.

 

Mieterstrom ist auch in Gewerbeimmobilien oder Misch-Immobilien ein wichtiges Thema, daher ist das Mieterstromprojekt des Postareals in Kehl am Rhein mit 61 Mietparteien und mehreren Geschäften ein gutes Referenzobjekt. In diesem Objekt haben wir 66 Zähler verbaut und letztendlich unser gesamtes Portfolio umgesetzt - vom Messkonzept über die Abstimmung mit dem Netzbetreiber bis hin zur Bereitstellung unseres Abrechnungssystem und unserer Visualisierungslösung sowohl für die Betreiber der Mieterstromanlage als auch für die Bewohner. Diese Beispiele zeigen, was mit Mieterstrom erreicht werden kann.

Kann Discovergy auch in Osterreich oder in der Schweiz Mieterstromprojekte umsetzen?

Wir haben ganz klar den Fokus noch in Deutschland, weil hier das Potenzial noch groß genug ist, aber sowohl in Österreich als auch in der Schweiz könnten wir die gleiche Technik und das gleiche Konzept einsetzen. Mit einem Unterschied: Dass Discovergy in diesen Ländern kein offizieller Messstellenbetreiber ist, und das bedeutet, dass der Summenzähler zusätzlich vom offiziellen Netzbetreiber vor Ort installiert werden muss. Unabhängig davon, könnten wir außerhalb Deutschlands die gleichen Dienstleistungen erbringen, die wir hier bundesweit unseren Kunden anbieten.

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