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Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) ist zuständig für die Regulierung von deutschen Netzen aller Art. Hierunter fallen die Energie-, Telekommunikations- und Eisenbahnnetze, aber auch das Messwesen. Sie sorgt dafür, dass Netzbetreiber nicht ihre ökonomisch bedingte Vormachtstellung ausnutzen und Netznutzer nach Belieben ausschließen. Ökonomische Theorien besagen, so werde ein Markt mit vielen Verbrauchern und vielen Anbietern gewährleistet und die Preise seien niedriger als in einem unregulierten Netzmarkt.


CO2

CO2 ist die chemische Bezeichnung für Kohlendioxid. Es besteht aus einem Kohlenstoffatom (C) und zwei Sauerstoffatomen (O). Es entsteht sowohl bei der menschlichen und tierischen Atmung als auch bei der Verbrennung oder beim Verfaulen von kohlenstoffhaltigen Rohstoffen (Öl, Kohle, Gas, Holz etc.). CO2 wird zu den s. g. Treibhausgasen gezählt. Die Sorge besteht, dass ein zu großer Anteil von CO2 in der Atmosphäre die Erde weiter erwärmt und einen Klimawandel verursacht. Deshalb ist man darum bemüht, die Emission von menschlich erzeugtem CO2 so gering wie möglich zu halten. Das Einsparen von Energie kommt dem sehr zu Gute, und dabei möchte Sie Discovergy gerne unterstützen.

Es werden bereits CO2-Emissionsrechte im Rahmen des Emissionshandels an der EEX in Leipzig gehandelt. Diese geben der CO2-Emission einen Preis, der durch die künstlich erzeugte Knappheit der Rechte entsteht. Diesen müssen Kraftwerksbetreiber bei der Erzeugung von Strom berücksichtigen und sind so angeregt, die Emission zu vermeiden. Da der CO2-Ausstoß von Brennstoff zu Brennstoff unterschiedlich ist, müssen Kraftwerksbetreiber gut kalkulieren, welche Kraftwerke sie in Betrieb nehmen, um den heutigen Bedarf zu decken und in welche Technologie sie in Zukunft investieren.

Die CO2-Emission bei den üblichen Brennstoffen sieht folgendermaßen aus:

Brennstoff CO2-Emissionen in Gramm pro verbrannter Kilowattstunde Brennstoff
Braunkohle ~ 400
Steinkohle ~ 330
Erdöl ~ 270
Erdgas ~ 200

Discovergy

Discovergy ist ein 2009 von Nikolaus Starzacher und Ralf Esser gegründetes Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, Ihnen mit Hilfe von moderner Monitoring-Software und Intelligenten Stromzählern dabei zu helfen, Energie effizienter zu nutzen.


EEX

EEX steht für European Energy Exchange. Sie ist die deutsche Strombörse in Leipzig. Sie gewinnt zunehmend an Bedeutung für den Handel von Energie, der aktuell noch von s. g. OTC-Verträgen (Over The Counter = Über den Tresen), also außerbörslichen Verträgen dominiert wird. Es werden verschiedene Strom- und Gasprodukte wie auch Kohle und CO2-Emissions-Zertifikate gehandelt.


Emissionshandel

Der Emissionshandel wurde eingeführt, um eine möglichst hohe ökonomische Effizienz bei der Verteilung von CO2-Einsparmaßnahmen zu gewährleisten. Er ist nötig, um die EU-Emissionsminderungsziele zu erreichen. Betroffen sind EU-weit eine Reihe von energieintensiven Branchen, wie z. B. die Stahl-, Papier- und die Zementindustrie und ein Großteil des EU-Kraftwerksparks. Die Unternehmen dieser Branchen sind gesetzlich verpflichtet, für jede CO2-Emission entsprechende Emissionsrechte zu erwerben. Diese Rechte werden seit 2005 zu einem kleinen Teil gehandelt, ein Großteil wird aber noch staatlich zugeteilt. Ab 2013 sollen alle Zertifikate versteigert werden. Für die Überwachung des ordnungsgemäßen Handels ist die Deutsche Emissionshandelsstelle des BMU durch das Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) beauftragt worden.
Die Zertifikate werden in Zukunft immer knapper, was Unternehmen dazu bewegt, individuell abzuwägen, ob eine weitere Emission oder eine Vermeidung für sie kostengünstiger ist. Durch das Bedürfnis, ihre Gewinne zu maximieren, suchen die betroffenen Unternehmen die kostengünstigste Vermeidungsstrategie, die für ihre Bedürfnisse am besten geeignet ist. So wird gewährleistet, dass sich nur die kostengünstigsten Vermeidungstechnologien durchsetzen und sowohl Unternehmen als auch Ihnen als Verbraucher unnötige Kosten erspart bleiben.

Von Seiten japanischer Regierungsberater wird das EU-Handelsmodell kritisiert, weil die CO2-Emission z. B. am Schornstein eines Kraftwerks gemessen wird. Das ist zwar bei Großanlagen sehr einfach zu realisieren, die Anwendung auf Kleinemittenten, wie bspw. Kraftfahrzeuge, Heizungen etc., würde allerdings enormen technischen und bürokratischen Aufwand bedeuten. Sie schlagen alternativ vor, schon die Förderung und den Handel von Kohle, Öl und Gas mit Zertifikaten zu belasten (Mittels chemischer Proben lässt sich die zukünftige CO2-Emission eines Brennstoffes leicht bestimmen). So wären nur wenige Handelsteilnehmer bürokratisch belastet, Kleinverbraucher bekommen aber dennoch ohne großen technischen und bürokratischen Aufwand die Kostenanreize zu spüren, da Förder- und Handelsunternehmen die Emissionskosten entsprechend auf die Rohstoffpreise umlegen würden. So könnte man sich bspw. komplizierte Auflagen für die Automobil- und die Bauindustrie sparen.


Energieeffizienz

Die Energieeffizienz beschreibt das Verhältnis zwischen Ergebnis und der dazu nötigen Menge Energie. Praktische Beispiele sind etwa, den Energieverbrauch Ihrer Waschmaschine pro Waschgang und Beladung zu betrachten und mit anderen Maschinen zu vergleichen oder zu prüfen, wie viel Energie Ihr Wasserkocher benötigt, um einen Liter Wasser zu erhitzen. Die Betrachtung der Energieeffizienz in allen Lebensbereichen gewinnt zunehmend Bedeutung, da die Ressource Energie knapper wird. Folgendes sind dafür die Ursachen:

  • Es werden immer stärker s.g. externe Kosten bei der Verwendung von Energie berücksichtigt, also die Kosten, die bei den Geschädigten von bspw. Abgasen eines Kraftwerkes entstehen. Es wird so z. B. versucht, mit Hilfe des Emissionshandels dem CO2 einen Preis zu geben.
  • Lagerstätten aller Art leeren sich und die Förderung wird schwieriger.
  • Das Finden und die Erschließung neuer Lagerstätten wird komplizierter.
  • Alternative Quellen zu nutzen, ist aktuell zum Teil noch erheblich teurer als bisherige Energiequellen.

Mit der Verknappung steigt der Preis und belastet Ihren finanziellen Spielraum. Discovergy hilft hier mit moderner Technik, Energieineffizienzen in Ihrem Haushalt zu identifizieren und Ihren Geldbeutel zu entlasten.

Der altbekannte Spruch "Die billigste Energie ist die nicht verbrauchte Energie" stimmt so im Übrigen nicht. Um jeden Preis Energie zu sparen kann teurer sein, als bis zu einem gewissen Grad Energie zu verbrauchen. Würde man bspw. auf die Waschmaschine komplett verzichten, hätte man zwar Strom gespart, müsste aber wieder von Hand waschen. Die Zeit, die das Handwaschen nun verbraucht, hätte man aber vielleicht im Beruf wesentlich profitabler einsetzen können und die Kosten für Waschmaschine und Strom schnell erarbeitet - und Sie hätten mehr Zeit, um was Schönes mit Ihrer Familie zu unternehmen. Hier ist Discovergy zur Stelle, um Ihnen mittels Verbrauchstransparenz etwas helfen, an der richtigen Stelle Energie und tatsächlich Geld zu sparen.


Energiewirtschaftsgesetz

Seit 1935 regelt das Energiewirtschaftsgesetz alle gesetzlichen Grundlagen in Bezug auf leitungsgebundene Energie. Im Jahr 1998 erfolgte im Zuge der von der Europäischen Union angeregten Energiemarktliberalisierung eine grundlegende Neugestaltung des Gesetzes. In mehreren Stufen wurden so die gesetzlichen Grundlagen für den freien Netzzugang, die regulierte Übertragung und das freie Messwesen geschaffen.


EVU

Das EVU (Abkürzung für Energieversorgungsunternehmen) ist das Unternehmen mit dem Sie Ihren Stromvertrag abgeschlossen haben und das Sie mit Strom versorgt. Seit der Liberalisierung des Strommarktes können Sie dieses als Verbraucher frei wählen.


Erneuerbare Energien

Unter Erneuerbare Energien versteht man im Allgemeinen Energieressourcen, die keine Endlichkeit in absehbarer Zeit aufweisen. So hat bspw. die Sonne auch ein Ende - es wird vermutet, dass sie in ca. 5 Mrd. Jahren in einer Super Nova kollabiert und herkömmliches Leben auf der Erde nicht mehr möglich ist - sie ist aber um viele Größenordnungen langlebiger, als bspw. Reichweite der wirtschaftlich förderbaren fossilen Rohstoffe oder Uran. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz definiert sie in §3 Nr. 3 folgendermaßen: "Wasserkraft einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und Strömungsenergie, Windenergie, solare Strahlungsenergie, Geothermie, Energie aus Biomasse einschließlich Biogas, Biomethan, Deponiegas und Klärgas sowie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie". Erneuerbare Energie ist meist direkt oder indirekt auf die Sonne zurückzuführen. Ausnahmen sind die Geothermie, die Ihre Energie vornehmlich aus den Kernspaltungsprozessen und der gespeicherten Wärme des Erdkerns bezieht, und die Gezeitenenergie, die ihren Ursprung in der Mondbewegung hat.

Der verstärkte politische und privatwirtschaftliche Fokus auf die Erneuerbaren Energien hat folgende Ursachen:

  • Die knappheitsbedingt steigenden Preise der fossilen Rohstoffe regen Unternehmen an, verstärkt nach günstigeren Alternativen zu suchen.
  • Sorgen um die Risiken von Kernkraftwerkshavarien und den Anthropogenen Klimawandel und entsprechende staatliche Gegenmaßnahmen drängen konventionelle Technologien aus dem Markt.

Dies führte dazu, dass weltweit politische Instrumente wie der Emissionshandel, das Erneuerbare-Energien-Gesetz, Quotenregelungen und/oder andere direkte und indirekte Subventions- und Fördermaßnahmen eingeführt wurden. Diese sind neben der Verbraucherentscheidung, vermehrt Ökostrom zu beziehen, aktuell die stärksten Treiber der Erneuerbaren Energien. Dies hat zwei Gründe:
Zum einen hatte die reine Knappheit der fossilen Rohstoffe noch nicht solch hohe Preise zur Folge, dass es aus betriebswirtschaftlichen Gründen für Unternehmen kostengünstig wäre, in großem Stil umzusteigen, und zum anderen wird die Einpreisung s.g. externer Effekte (also Kosten, die nicht vom Verursacher getragen werden und andere belasten, wie bspw. das Kernenergierisiko) vornehmlich durch die Politik geregelt.


Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, garantiert Betreibern von Kraftwerken mit bestimmter alternativer Technologie eine bestimmte Einspeisevergütung pro kWh. Diese liegt je nach Technologie zum Teil erheblich über dem Börsenstrompreis an der EEX und verschafft so Investoren von EEG-Kraftwerken Planungssicherheit und kostendeckende Einnahmen. Ziel des Gesetzes ist es, Erneuerbare Energien (EE) in den deutschen Kraftwerkspark zu integrieren, um längerfristig eine erneuerbare Vollversorgung zu ermöglichen. Die ursprünglich in Deutschland entwickelte Idee des EEG wurde inzwischen auch in anderen Ländern umgesetzt, darunter Südafrika, Spanien, Uganda und Hawaii.

Das EEG steht in der Kritik, nicht die effizienteste Integration der EE zu realisieren. Alternativen sind folgende:

  • Das britische Quotensystem, das Kraftwerksbetreiber verpflichtet, einen bestimmten Anteil EE in ihrem Erzeugungsportfolio vorzuweisen, ihnen aber nicht vorschreibt, in welchem Verhältnis von Technologien das Quorum zu erfüllen ist. So werden im Wettbewerb der Energieversorger vornehmlich die effizientesten erneuerbaren Technologien bevorzugt und etabliert, um die Kosten im Rahmen zu halten.
  • Die freie Entscheidung von Produzenten und Verbrauchern bei fairer Berücksichtigung von Kosten des CO2s und den Risikokosten der Kernenergie ohne die direkte Förderung der EE - ob und ab wann eine Vollversorgung mit EE am kosteneffizientesten erscheint - kann so von vielen individuellen Entscheidungen effizient geklärt werden.

Hochspannung

Die Hochspannung ist mit 220.000 Volt etwas weniger stark als die Höchstspannung und findet vornehmlich im Übertragungsnetzbereich Anwendung. Sie dient also zum Stromtransport über weite Strecken.


Hochspannungsgleichstromübertragung

Hochspannungsgleichstromübertragung, kurz HGÜ, wird zur Übertragung von Strom über sehr weite Strecken (häufig >1.000 km) genutzt. Die Gleichstromübertragung ist technisch bedingt die verlustärmere Übertragung im Vergleich zur Wechselstromtechnik, dennoch hat sich letztere, entgegen Thomas Alva Edisons (1847 – 1931) Annahmen, durchgesetzt, weil sie sich wesentlich einfacher umspannen lässt (z. B. von 20 Kilovolt (Mittelspannung) auf 400 Volt (Niederspannung)). HGÜ wird aktuell im Rahmen der Energiewende in Betracht gezogen, um Nordafrika mit Europa zu verbinden und so große Mengen solarthermisch erzeugten Stroms über Strecken zwischen 2.000 - 5.000 km zu transportieren.


Höchstspannung

Höchstspannung ist die Spannung, mit der Strom über weite Strecken verlustarm transportiert werden kann. In der BRD beträgt sie 380.000 Volt. Sie ist die höchste in Deutschland für Stromübertragung verwendete Spannung.


Intelligenter Zähler

Siehe: Smart Meter


Klimawandel

Unter Klimawandel wird die Veränderung des Klimas durch die aktuell langsam zunehmende Erderwärmung verstanden. Man geht davon aus, dass diese Erwärmung wahrscheinlich auf die zunehmende Konzentration von dem vom Menschen erzeugten Kohlendioxid (CO2) und anderen Treibhausgasen zurück zu führen ist. So war die CO2-Konzentration in den vergangenen 800.000 Jahren nie höher als 0,0300 %, während sie mit der Industrialisierung in geologisch sehr kurzen Zeiträumen auf heute 0,0390 % gestiegen ist. Es wird angenommen, dass CO2 rund 60 % des gesamten vom Menschen verursachten Treibhauseffektes ausmacht. Mit 15 % folgt als zweitstärkstes menschliches Treibhausgas das Methan, dessen Konzentration mit der zunehmenden industriellen Viehzucht sich mehr als verdoppelt hat. Es wird befürchtet, dass der Klimawandel Kosten in Billionenhöhe durch Zunahme von Naturkatastrophen, Anstieg des Meeresspiegel und Austrocknung großer Gebiete verursacht. Um diese zu vermeiden, gibt es Bestrebungen, insbesondere die Emission von CO2 einzudämmen. Wissenschaftlich genauer ist die Bezeichnung "Anthropogener Klimawandel". "Anthropogen" kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie "menschengemacht". Neben dem Anthropogenen Klimawandel gibt es aber auch einen stetigen natürlichen Klimawandel, der gewöhnlich allerdings wesentlich langsamer abläuft.


Konzession

Eine Konzession ist die Verleihung eines Nutzungsrechts von Seiten einer öffentlichen Behörde. So gibt es bspw. Netznutzungskonzessionen: Netzbetreiber dürfen gegen die Zahlung einer Konzessionsgebühr ein bestimmtes Gebiet für die Herstellung einer Strom- und/oder Gasversorgung nutzen.


Kraftwerkspark

Der deutsche Kraftwerkspark ist seit der teilweisen Liberalisierung im Jahr 2000 immer noch geprägt von starken politischen Eingriffen. Die 1959 mittels Atomgesetz gegen die Bedenken der Industrie politisch durchgesetzte Kernenergie soll, nach dem Überdenken möglicher Risiken, wieder aus dem deutschen Kraftwerkspark genommen werden. Seit 2005 hat CO2 einen Preis, da mittels des Emissionshandels das Recht, CO2 zu emittieren, begrenzt ist. Ebenso wird seit 2000 mit Hilfe des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes, als Ablösegesetz des Stromeinspeisegesetzes von 1993, versucht, bestimmte alternative Technologien in den Energiemarkt zu integrieren. Das 2000 gesetzte Etappenziel von 12,5 % Erneuerbaren Energien im Erzeugungsmix wurde bis 2010 deutlich überschritten. 2011 lag der Anteil bei etwa 20 %. Die s. g. Energiewende, die Transformation des Erzeugungsparks weg von Kohle und Uran hin zu Erneuerbaren Energien, ist aufgrund dieser Maßnahmen in vollem Gange. Voraussichtlich wird der Anteil der Erneuerbaren Energien weiter zunehmen. Das aktuelle Ziel der Bundesregierung ist eine Quote von 35 % bis 2020. Dies wird wahrscheinlich zu Komplikationen mit den vorhandenen Netzkapazitäten führen, deshalb ist deren Ausbau dringend erforderlich. Die Gasstromproduktion wird wahrscheinlich zur Kompensation der auslaufenden Kernenergie und älter werdender Kohlekraftwerkskapazitäten ausgeweitet.

Im Jahre 2011 wurden in ganz Deutschland rund 612 Milliarden kWh Strom erzeugt. Das entspricht einer Pro-Kopf-Produktion von rund 7430 kWh. Die Erzeugung setzt sich aus folgenden Technologien zusammen:

Brennstoff Technologie Wirkungsgrad CO2-Emissionen in Gramm pro kWh Erzegung 2011 in Terawattstunden
(1.000.000.000 kWh)
Anteil an der deutschen Stromerzeugung 2011 relativ
Braunkohle Dampfkraftwerk 28 – 42 % 950 – 1400 150,5 24,6 %
Steinkohle Dampfkraftwerk 30 – 46 % 720 – 1100 114,5 18,7 %
Gas Dampfkraftwerk 30 – 50 % 400 – 670 83,5 alle Gaskraftwerkstechnologien 13,7 % alle Gaskraftwerkstechnologien
Erdöl Dampfkraftwerk 30 – 50 % 550 – 950 7 1 %
Uran Dampfkraftwerk 30 – 36 % 20 – 100* 108,5 17,7 %
Biomasse Dampfkraftwerk, KWK 30 – 45+ % ~ 50*,** 32,0 5,2 %
Gas Gas-und-Dampf-Kraftwerk 50 – 60 % 330 – 400 83,5 alle Gaskraftwerkstechnologien 13,7 % alle Gaskraftwerkstechnologien
Gas Gasturbine 28 – 35 % 570 – 710 83,5 alle Gaskraftwerkstechnologien 13,7 % alle Gaskraftwerkstechnologien
Erdöl Gasturbine 28 – 35 % 800 – 1000 7 1 %
Wind Rotor 0 – 45 % ~ 50* 46,5 7,6 %
Sonne Photovoltaik 7 – 15 % 50 – 200* 19,5 3,2 %
Wasser Turbine, Pumpspeicher, Laufwasser 70 – 90 % ~ 50* 19,0 3,1 %
Müll, Geothermie, Sonstige Dampfkraftwerk, KWK 15 - 85 % unterschiedlich ~ 31 ~ 5 %


*Bau, Treibstoffbeschaffung und Instandhaltung verursachen ebenso CO2-Emissionen.

**Beim Verbrennen von Biomasse werden erhebliche Mengen von CO2 frei gesetzt. Diese werden aber durch das Nachwachsen der Biomassequellen kompensiert. Die nicht kompensierte, nicht unerhebliche Methanemission durch die Landwirtschaft steht aber nach wie vor in der Diskussion.


kWh

KWh steht für Kilowattstunde. Eine kWh entspricht der Menge Arbeit, die verrichtet wird, wenn die Leistung von einem Kilowatt (Leistung einer starken Schlagbohrmaschine) eine Stunde lang erbracht wird. Eine kWh entspricht 3.600.000 Joule (J) bzw. 3,6 Mio. Wattsekunden (Ws). Eine Ws bzw. ein J entspricht der Energie, die man benötigt, um eine 100-g-Tafel Schokolade (mit Verpackung) einen Meter hoch zu heben, also einem Newtonmeter (Nm). Mit einer kWh kann man:

  • einen Kuchen backen,
  • mit einem sehr effizienten Kran ein Auto mit 1,5 Tonnen Gewicht rund 240 m heben (!),
  • eine 60-Watt-Glühbirne 16,67 Stunden betreiben,
  • während man eine vergleichbar leuchtstarke LED-Lampe schon ca. 300 Stunden damit betreiben kann.
  • Und in Form von Nahrungsenergie kann ein Mensch etwa einen Dritteltag für sämtliche körpereigenen Prozesse auskommen.

Um eine kWh Strom zu erzeugen, muss man in einem durchschnittlichen Steinkohlekraftwerk ca. 300 g Kohle verbrennen oder einen durchschnittlich trainierten Mann 6 - 8 Stunden auf einem Fahrrad strampeln lassen.

So viele kWh Wärmeenergie stecken in weitverbreiteten Brennstoffen:

Brennstoff Heizwert (Hu)
Benzin ~ 8,6 kWh/Liter
Diesel ~ 10 kWh/Liter
Biodiesel ~ 9 kWh/Liter
Steinkohle ~ 7 - 8 kWh/kg
Braunkohle ~ 2,5 kWh/kg
getrocknetes Holz ~ 4 kWh/kg
frisch geschlagenes Holz ~ 2 kWh/kg
Haushaltszucker ~ 4,8 kWh/kg
Butter ~ 10 kWh/kg

KWK

Die Abkürzung KWK steht für Kraft-Wärme-Kopplung. Dies bedeutet, dass die Abwärme eines Wärmekreislaufes, der in einem normalen Dampfkraftwerk statt findet, zur Wärmeversorgung von Kunden genutzt wird. Der Wirkungsgrad kann so erheblich gesteigert werden. Mit steigenden Brennstoff- und CO2-Preisen wird der Einsatz dieser Technologie immer attraktiver.


Lastgang

Der Lastgang ist der Gang des Verbrauchs, der bei einem Verbraucher entsteht.

Messdienstleister

Als Messdienstleister wird das Unternehmen bezeichnet, das Ihren Stromzähler abliest. Während dies früher in der Regel Ihr Netzbetreiber war, ist eine Ablesung seit der Liberalisierung auch durch unabhängige Unternehmen wie Discovergy möglich.


Messrahmenvertrag

Dieser Vertrag ist standardisiert von der BNetzA vorgegeben und kann, wenn ein Messdienstleister Mindestauflagen erfüllt, zwischen ihm und dem Netzbetreiber geschlossen werden, damit der Messbetrieb erfolgen kann. Erfüllt der Messdienstleister die Auflagen, ist der Netzbetreiber verpflichtet, zu unterzeichnen. Will ein Messstellenbetreiber auch den Messbetrieb ausführen, wird dieser Vertrag als Anhang zum Messstellenrahmenvertrag hinzugefügt.


Messstelle

Als Messstelle wird die Zähleinrichtung bezeichnet. Also der Stromzähler in Ihrem Haushalt, der z.B. im Keller, direkt im Haus oder im Hausflur angebracht ist.


Messstellenbetreiber

Das Unternehmen, welches den Stromzähler zur Verfügung stellt, betreibt und wartet, nennt man Messstellenbetreiber. Mit dem Netzbetreiber schließt der Messstellenbetreiber den von der BNetzA standardisierten Messstellenrahmenvertrag ab, um den Messstellenbetrieb durchzuführen. Es kann auch die Messdienstleistung übernehmen, wenn es noch zusätzlich den Messrahmenvertrag abschließt. Erfüllt ein Messstellenbetreiber gewisse Mindeststandards, muss der Netzbetreiber den Vertrag mit diesem abschließen. Beide Verträge hat Discovergy mit fast allen Netzbetreibern unterzeichnet und kann so schnell und unkompliziert für Sie tätig werden.


Messstellenrahmenvertrag

Dieser Vertrag ist standardisiert von der BNetzA vorgegeben und kann, wenn ein Messstellenbetreiber Mindestauflagen erfüllt, zwischen ihm und dem Netzbetreiber geschlossen werden, damit der Messstellenbetrieb erfolgen kann. Erfüllt der Messstellenbetreiber die Auflagen, ist der Netzbetreiber verpflichtet, zu unterzeichnen.


Messwesen

Messwesen ist der Oberbegriff für alle Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit der Stromverbrauchsmessung und dem Betrieb entsprechender Stromzähler stehen.


Messzugangsverordnung

Die Messzugangsverordnung , kurz MessZV, wurde im Zuge der Liberalisierung des Messwesens im Jahr 2008 erlassen und regelt Details bezüglich des seitdem erlaubten Fremdbetriebs von Stromzählern durch unabhängige Dritte wie Discovergy.


Mittelspannung

Sie bezeichnet die Spannungshöhe für Stromübertragungstechnik, die meist von Verteilnetzbetreibern verwendet wird. Sie beträgt 20.000 - 110.000 Volt.


Monitoring

Monitoring bezeichnet das Darstellen von Prozessen. Monitoring bedeutet also auch, Ihren Stromverbrauch mit Hilfe von Discovergy detailiert zu messen und zu visualisieren, damit Sie daraus Rückschlüsse ziehen können und Discovergy daran für Sie Energiespartipps ableiten kann.


Netzbetreiber

Der Eigentümer und Betreiber des Stromnetzes wird Netzbetreiber genannt. Man unterscheidet zwischen Verteil- und Übertragungsnetzbetreibern. Verteilnetze sind regionale Netze und werden bspw. von Stadtwerken betrieben. Sie umfassen gewöhnlich die Mittel- und Niederspannungsebene. Darüber befinden sich die Übertragungsnetze, die derzeit von vier Betreibern (Tennet TSO GmbH (ehemals E.ON), TransnetBW GmbH (EnBW), Amprion GmbH (RWE) und 50 Hertz Transmission GmbH (Vattenfall)) in vier Regionen der Bundesrepublik betrieben werden. Sie umfassen die Höchst- und Hochspannungsebene. Seit der Liberalisierung des Strommarktes müssen die Netzbetreiber unabhängigen EVU und Unternehmen des Messwesens Zugang zum Netz gewähren.


Niederspannung

Sie beträgt 400 Volt und wird als Drehspannung bis zu Ihrem Haus herangeführt, wo sie als 230 Volt Wechselspannung aus Ihrer Steckdose kommt.


Ökostrom

Ökostrom ist die Bezeichnung für Strom, der mindestens zu 50 % aus Erneuerbaren Energien gewonnen wird. Der verbleibende Rest muss aus KWK-Anlagen gewonnen werden. Wenn Sie den Ausbau von Erneuerbaren Energien wirklich fördern möchten, sollten Sie darauf achten, Ökostromanbieter zu finden, die nicht nur aus bestehenden erneuerbaren Erzeugungsanlagen (meist Wasserkraft) den Strom gewinnen, sondern sich auch aktiv für den Ausbau der Erneuerbaren Energien engagieren.


Regelenergie

Strom muss immer genau so viel im Netz sein, wie verbraucht wird, da das Stromnetz im Gegensatz zum Gasnetz keine Energie speichern kann. Während sich EVU an der EEX und über OTC-Verträge (Over The Counter=Über den Tresen) näherungsweise eindecken können, benötigen sie im Moment des Verbrauchs den exakten Bedarf. Dieser wird durch die Regelenergie realisiert, die den Ausgleich zwischen eingekaufter und tatsächlich verbrauchter Energie schafft. Sie wird nach der Erzeugung abgerechnet und wird vom Übertragungsnetzbetreiber verantwortet. Sie ist für gewöhnlich deutlich teurer, als die im Großhandel verkaufte Energie, was EVU anregt, möglichst genau den Verbrauch zu prognostizieren und frühzeitig den Bedarf einzukaufen. Regelenergie kann auch negativ sein, so kann es Kraftwerke geben, die sich dafür bezahlen lassen, im richtigen Moment ausgeschaltet zu werden.


Regenerative Energien

Siehe: Erneuerbare Energien

Smart Meter

Smart Meter ist der Fachbegriff für Intelligente Stromzähler. Nach Auslegung des Gesetzgebers werden damit allerdings alle neuartigen elektronischen Stromzähler bezeichnet, solange sie den tatsächlichen Verbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegeln können.


Spannung

Spannung, gemessen in Volt (V), bildet mit dem Strom die elektrische Leistung. Als Vergleich kann man sich die Spannung als Gefälle eines Flusses vorstellen, während die Wassermenge im Fluss die Stromstärke beschreibt.


Strom

Strom, gemessen in Ampere (A), bildet multipliziert mit der Spannung die elektrische Leistung. Als Vergleich kann man sich den Strom als die Wassermenge eines Flusses vorstellen, während die Spannung dem Gefälle entspricht. Umgangssprachlich steht Strom auch für die elektrische Energie, die man aus der Steckdose bezieht. Dieser Strom ist für Sie nur in Kombination mit Spannung nutzbar.


Strompreis

Der deutsche Strompreis ist abhängig von den Erzeugungskosten, der Steuerlast, den Durchleitungskosten und dem Verbrauchsprofil des Endkunden. So verbraucht bspw. die Schwerindustrie wesentlich mehr Strom pro Kunde, verbraucht ihn gleichmäßiger, hat einen höher gespannten Anschluss (bspw. auf Mittelspannungsebene) und ist steuerlich begünstigt, was zur Folge hat, dass sie pro Kilowattstunde nur knapp die Hälfte dessen bezahlt, was Sie als Privatkunde in Rechnung gestellt bekommen.


Quelle der Zahlenbasis: BDEW
* bis 31.12.2006: 16 Prozent, ab 1.1.2007: 19 Prozent
** regional sehr unterschiedlich: ab 2002 je nach Gemeindegröße 1,32 bis 2,39 Cent je Kilowattstunde; einige Gemeinden verzichten auf diese Einnahme
*** ab 2009 nach dem KWK-Gesetz 2009
**** löste im April 2000 das Stromeinspeisegesetz ab

Treibhausgas

Treibhausgase haben die Eigenschaft, Wärmestrahlung, s. g. Infrarotstrahlung, stärker zu reflektieren als das für den Menschen sichtbare Licht. Das führt dazu, das solche Gase Energie in Form von Sonnenstrahlen leicht auf die Erdoberfläche scheinen lassen, die in Wärme umgewandelte Energie, die als Wärmestrahlung wieder in den Weltraum zurückstrahlen will, aber zum Teil reflektieren und auf die Erde zurück werfen. Neben dem CO2 hat auch z. B. Wasserdampf solche Eigenschaften. Zusammen sorgen diese Gase mit anderen weniger stark wirkenden Treibhausgasen dafür, dass wir auf der Erde nicht auskühlen. Die natürliche Konzentration von Treibhausgasen ist so für die Menschheit überlebenswichtig. Das Problem, so wird von vielen Wissenschaftlern angenommen, aber ist, dass die natürliche Konzentration durch menschliches Zutun gesteigert wird. Die Folge ist der Klimawandel.

Folgende wichtige Treibhausgase gibt es:

Name des Gases Summenformel des Gases Anteil am natürlichen Treibhauseffekt Anteil am menschlichen Treibhauseffekt
Kohlendioxid CO2 ~ 20 % ~ 60 %
Methan CH4 ~ 8 % ~ 15 %
Flourchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) ~ 0 % ~ 15 %
Ozon O3 ~ 7 % ~ 9 %
Lachgas N20 1 % ~ 4 %
Wasserdampf H20 ~ 60 % ~ 2 %

Zeitvariabler Tarif

Ein zeitvariabler Tarif bedeutet, dass Sie keinen festen Preis für eine kWh zahlen, sondern die Preise je nach Tageszeit variieren. In der Regel ist der Strom in den späten Abend- und Nachtstunden günstiger als tagsüber.

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