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Was ist ein Smart Meter?

Sie denken über die Installation eines Smart Meters nach?
Wir erklären Ihnen alles Wissenswerte rund um die intelligenten Stromzähler

Discovergy Blog im Überblick

Definition: Was ist ein Smart Meter

Von Pablo Santiago / Martin Jendrischik. Donnerstag, 27.12.2018



Was ist ein Smart Meter? Definition und Funktionen


Smart kommt aus dem Englischen und lässt sich am besten mit „schlau“ oder „intelligent“ übersetzen. Meter heißt auf Deutsch schlicht und einfach „Messgerät“. Ein Smart Meter ist also ein intelligentes Messgerät. Auch wenn es sie für Gas, Wasser oder Wärme gibt, geht es an dieser Stelle vor allem um die prominentesten Vertreter der Smart Meter — die intelligenten Stromzähler.


So wird der Energieverbrauch gemessen


"Stromzähler" ist als Begriff ein wenig irreführend: Denn das Gerät zählt nicht die physikalische Größe Strom, sondern die elektrische Energie, die aus dem Netz bezogen wird. Das funktioniert bislang zumeist elektromechanisch nach dem sogenannten Ferraris-Prinzip.


Bei den Ferraris-Zählern wird die elektrische Energie durch zwei Spulen geleitet. Dadurch baut sich ein magnetisches Drehfeld auf und lässt eine Aluminiumscheibe rotieren. Die wiederum setzt ein mechanisches Zählwerk in Gang. Je mehr Energie im Gebäude verbraucht wird, desto stärker wird das Drehfeld. Die Scheibe dreht sich schneller und der Wert auf dem Zählwerk steigt. Üblicherweise wird der Zählerstand durch den Messstellenbetreiber, also beispielsweise die örtlichen Stadtwerke, einmal im Jahr ermittelt.


Daneben sind seit einigen Jahren digitale Zähler mit elektronischer Anzeige auf dem Vormarsch. Von diesen haben sich gleich mehrere verschiedene Systeme am Markt etabliert. Eine Gemeinsamkeit haben sie alle — sie kommen komplett ohne komplizierte Mechaniken und bewegliche Teile aus. Solche elektronischen Zähler bilden die Basis für einen Smart Meter. Aber was macht den Discovergy-Zähler letztlich intelligent?


Wie wird aus einem digitalen Zähler ein Smart Meter?

  

Smart Meter Definition Smart Meter verfügen zusätzlich zum digitalen Zähler über ein Kommunikations-Gateway, das die gemessenen Daten selbständig zum Messstellenbetreiber senden kann. Der Besuch des Ablesers entfällt. Über ein Web-Portal und eine Smartphone- oder Tablet-App erhalten Anwender standardmäßig alle 15 Minuten oder bei Discovergy sogar in Echtzeit einen Überblick über den Energieverbrauch.


Mit der gewonnenen Transparenz wissen sie immer, wie hoch ihre erwartete Monatsrechnung sein wird — so sind beispielsweise „monatliche, verbrauchsscharfe“ Abrechnungen möglich. Darüber hinaus sind viele Anwendungen denkbar, die echten Mehrwert schaffen — Smart Meter senden aber nicht nur, sie können auch Daten empfangen.


So “kennt” der intelligente Zähler beispielsweise den aktuellen Stromtarif. Den teilt er Elektrogeräten, die das Label „Smart Grid Ready“ tragen, automatisch mit und die können sich dann einschalten, wenn der Strombezug besonders günstig ist. Im Rahmen der Energiewende ist das ein wichtiges Werkzeug, um in Zukunft die Lastflüsse optimal zu steuern. So hilft ein Smart Meter nicht nur, den eigenen Energieverbrauch im Blick zu halten, sondern wird gleichzeitig zu einer wichtigen Säule für das intelligente Stromnetz der Zukunft — das Smart Grid.


Damit der Wandel zum Netz der Zukunft auch in geordneten Bahnen verläuft, haben sich europäische und deutsche Gesetzgebung mit der Materie befasst. Welche gesetzlichen Grundlagen für Deutschland und Europa daraus hervorgegangen sind, erklärt der nächste Beitrag hier im Discovergy-Blog.


Welche Unternehmen sind für den Einbau von Smart Metern zuständig?


Der Messstellenbetreiber ist für den Einbau, den Betrieb, die Wartung und die Eichung der Stromzähler, und damit auch Smart Meter, zuständig. Diese Rolle können als grundzuständige Messstellenbetreiber entweder die Stadtwerke oder ein Netzbetreiber übernehmen. Oder Sie übertragen den Messstellenbetrieb eben an einen von Ihnen frei ausgewählten, wettbewerblichen Messstellenbetreiber wie Discovergy, der Ihnen einen Mehrwert anbietet. Denn so wie Ihren Energieversorger können Sie auch Ihren Messstellenbetreiber frei auswählen und wechseln – als Hausbesitzer und Wohnungseigentümer, aber auch als Mieter.


Welche Vorteile bringen Smart Meter?

Smart Meter Vorteile


Die Vorteile eines Smart Meters hängen grundsätzlich davon ab, wie die erfassten Messwerte durch den Messstellenbetreiber für den Verbraucher aufbereitet und dargestellt werden. Das bedeutet: Erhalten Sie ein Smart Meter oder intelligentes Messsystem, welches Ihnen aber keine Möglichkeit zur Visualisierung Ihres Stromverbrauchs anbietet, erzeugt Ihr Smart Meter für Sie keinen Mehrwert.


Lediglich die jährliche Ablesung des Zählerstandes würde automatisch erfolgen, aber Sie erhalten keine detaillierten Ansichten Ihres Stromverbrauchs und können diesen in Folge auch nicht optimieren.


Genau das, die Visualisierung des Stromverbrauchs im Sekundentakt durch das Discovergy Portal, ist der größte Vorteil des Discovergy Smart Meters: Unsere intelligenten Stromzähler übertragen die Daten in Echtzeit, sodass Sie jederzeit sehen können, wie hoch Ihre Grundlast ist und wann Spitzen in Ihrem Stromverbrauch stattgefunden haben. Neben Ihrem Lastprofil, können Sie sich einen Überblick über den Bezug, den Zählerstand und die Kosten jedes beliebigen Tages verschaffen, und sogar den Verbrauch der letzten Monate oder Jahre miteinander vergleichen.


In unserem Portal können Sie auch entscheiden, ob Sie unseren monatlichen Energiereport bekommen möchten. In diesem finden Sie Tipps und Ratschläge, wie Sie mit wenig Aufwand Strom und Geld sparen können. So wissen sie frühzeitig, ob Sie mit Nachzahlungen rechnen müssen. Oder Sie konfigurieren Ihren persönlichen Energie-Assistenten, der Sie bei ungewöhnlichen Verbrauchsmustern per Mail oder auf Ihrem Handy informiert.


Das ist allerdings noch nicht alles: Durch unsere Geräteerkennung werden Verbrauch und Kosten einzelner Haushaltsgeräte, ob Backofen, Kühlschrank oder Waschmaschine, individuell für Sie aufgeschlüsselt. So identifizieren Sie Stromfresser und wissen immer, ob Ihre Haushaltgeräte noch effizient laufen und ob ein Austausch sinnvoll sein könnte.


Besonders Energieerzeugern bietet Discovergy eine Reihe ausgezeichneter Visualisierungslösungen. Mit den Messwerten unserer Smart Meter und den Anzeigemöglichkeiten unseres Portals wissen Sie stets wie viel Ihre Solar- oder BHKW-Anlage produziert, wie hoch ihr Eigenverbrauch ist und wie viel Strom Sie in das öffentliche Netz eingespeist haben. Mit diesen Informationen können Sie Ihren Autarkiegrad erhöhen, Störungen vorbeugen und jederzeit den Überblick über alle relevanten Abrechnungsdaten behalten.


Mehr Transparenz, mehr Effizienz und keine Nachzahlungen mehr. Das sind die klaren Vorteile unserer Smart Meter und Discovergy als Ihrem Messstellenbetreiber.


Haben Smart Meter Nachteile?

Smart Meter: Datenschutz


Spricht man über die Nachteile des Smart Metering, werden häufig drei Argumente ins Feld geführt: Preis, Sicherheit und ein mögliches Datenschutzrisiko. Werden diese drei Nachteile aber ausführlich betrachtet, kommt man schnell zu dem Schluss, dass die Sorgen hier relativ unbegründet sind:


Preis. Die monatlichen Kosten eines Smart Meters (5 Euro pro Monat bei Discovergy für Haushaltskunden) rentieren sich schnell. Zunächst entfallen in der Regel die Kosten für Ihren aktuellen Messstellenbetrieb, die sogenannten Messentgelte. Diese finden Sie auf Ihrer jährlichen Stromabrechnung und liegt bei ungefähr 15 bis 20 Euro pro Jahr. Dazu kommen die Energieeinsparungen hinzu, die sich mit der konsequenten Nutzung eines Smart Meters erzielen lassen. Denn es ist relativ einfach Ihre Stromkosten zu senken, wenn sie einmal die Zusammensetzung Ihres Stromverbrauchs verstanden haben: Indem Sie bspw. Ihre Grundlast reduzieren, Phantomstrom entlarven oder die größten Stromfresser (bspw. alte, ineffiziente Geräte) erkennen und ausschalten.


Sicherheit. Viele Bürger haben die Befürchtung, dass durch den Einsatz von Smart Metern, Ihre Haushaltsgeräte von unbefugten, externen Personen ferngesteuert werden könnten. Diese Befürchtung ist dennoch komplett unbegründet: Die Einweg-Schnittstelle der Smart Meter macht es komplett unmöglich diese Fernzusteuern. Das bedeutet: Die Zähler sind weder manipulierbar noch von außen schaltbar.


Datenschutz-Risiko. Wie in fast allen Anwendungen der Informationstechnologie, ist es durch die Speicherung und Bearbeitung der Stromverbrauchswerte grundsätzlich möglich, ein Profil einzelner Haushalte zu erstellen. Deshalb gibt die deutsche Gesetzgebung genaue und strenge Regeln vor, wie Smart Metering datenschutzkonform ausgestaltet werden muss. Entscheidend sind hier die Grundsätze der Zweckbindung, der Datensparsamkeit sowie der Verpflichtungen zur Anonymisierung und Pseudonymisierung. In der Praxis bedeutet das: Datenpakete werden so verschlüsselt und übertragen, dass selbst beim Abfangen eines Pakets, kein Rückschluss auf den Verbrauch möglich ist.


Für wen sind Smart Meter Pflicht? Kann jeder einen Smart Meter einbauen lassen?


Jeder Verbraucher kann ein Smart Meter einbauen lassen, beispielsweise durch die Beauftragung eines wettbewerblichen Messstellenbetreibers wie Discovergy.


Für wen allerdings sind Smart Meter verpflichtend?


Ab 2018 unterliegen Verbraucher (Unternehmen und Haushalte) mit einem jährlichen Stromverbrauch von mehr als 10.000 Kilowattstunden und Betreiber einer Photovoltaik- oder BHKW-Anlage mit mehr als 7 Kilowattstunden elektrischer Anschlussleistung der Pflicht zum Einbau eines Smart Meters.


Ab 2020 müssen Haushalte und Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden einen Smart Meter installieren.


Die Smart-Meter-Einbaupflicht wird allerdings nicht in Kraft treten, bis am Markt drei vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) zertifizierte Smart Meter Gateways vorhanden sind und das BSI die Marktverfügbarkeit intelligenter Messsysteme erklärt. Unser eigenentwickeltes Smart Meter Gateway, der Meteroit, durchläuft momentan eben dieses Zertifizierungsverfahren. Für die in der Zwischenzeit verbauten Discovergy-Zähler gilt jedoch ein achtjähriger Bestandsschutz, eine Investition lohnt sich also auch jetzt schon garantiert. Nach Ablaufen des Bestandsschutzes tauschen wir als Ihr Messstellenbetreiber Ihren Zähler kostenlos aus.


Obwohl also nicht alle Verbraucher jetzt schon der Smart-Meter-Pflicht unterliegen, lässt sich zumindest der Wechsel zu einer modernen Messeinrichtung (digitaler Zähler ohne Kommunikationsmodul) allerdings nicht umgehen. Bis 2032 werden die digitalen Zähler nach und nach in fast 44 Millionen Haushalten verbaut. Dabei werden diese Zähler den Gang in den Keller, zum Überprüfen des Zählerstands, nicht abschaffen können. Noch Verrückter: Viele dieser digitalen Zähler müssen tatsächlich durch Morsezeichen per Taschenlampe zur Anzeige der Daten ermuntert werden. Treffend, dass der Norddeutsche Rundfunk dieses Phänomen in seiner Sendung "Extra3" als "Irrsinn der Woche" herausgearbeitet hat.


Für Sie bedeutet das: Werden Sie nicht selber aktiv, erhalten Sie von Ihrem grundzuständigen Messstellenbetreiber womöglich einen anwenderunfreundlichen Zähler, der Ihnen keinen Mehrwert einbringt.


Was muss vor der Installation eines Smart Meters beachtet werden?


Entscheiden Sie sich für einen Smart Meter von Discovergy, ist der Bestell- und Installationsprozess ganz einfach. Die online Bestellung erfordert weniger als fünf Minuten: Wir benötigen nur Ihre Kontaktdaten, eine IBAN-Verbindung für die jährliche Abbuchung Ihrer Messentgelte und die Nummer Ihres aktuellen Zählers.


Nach der Bestätigung Ihrer Bestellung stimmen wir mit Ihnen einen Einbautermin zur Installation Ihres neuen Smart Meters durch einen unserer zertifizierten Elektriker ab. Die Einrichtung dauert nicht mehr als eine Stunde, die Stromversorgung muss höchstens für 15 Minuten unterbrochen werden.


Sie als Verbraucher müssen lediglich eines beachten: Damit der Einbau Ihres Smart Meters erfolgreich durchgeführt werden kann, muss unserem Installateur ein Internetanschluss zur Verfügung gestellt werden. Befindet sich Ihr Internetanschluss in der Nähe des Zählers, lässt sich eine direkte Verbindung per LAN-Kabel herstellen. Falls die Entfernung zwischen Zähler und Internetanschluss zu groß ist, erfolgt der Datenaustausch durch eine Powerlineverbindung über die Stromleitung im Haus. Bei letzter Option entfällt bei der Online Bestellung Ihres Smart Meters eine einmalige Gebühr von 39 Euro.


Welchen Effekt hat ein Smart Meter auf den Stromverbrauch?

Smart Metering


Die bloße Installation eines Smart Meters wird Ihren Stromverbrauch natürlich nicht automatisch reduzieren. Wir haben jedoch festgestellt, dass Nutzer, die konsequent und nachhaltig die Funktionen des Discovergy Portals nutzen, um ihren Verbrauch zu optimieren, innerhalb des ersten Jahres eine Energieeinsparung von bis zu 20% erzielen.


Dazu kommen weitere finanzielle Vorteile: Sie können einer hohen Nachzahlung zum Jahresende stets entgegenwirken, da Sie alle relevanten Verbrauchswerte für die Abrechnung jederzeit im Blick haben. Wie wichtig ein Einblick in diese Informationen tatsächlich ist, hat eine Umfrage der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ergeben: 25% der Verbraucher hatten schon einmal eine Nachzahlung von mehr als 100 Euro. Und 12% erhielten schon einmal eine fehlerhafte Stromrechnung.


Wie kann ich mit Discovergy die Installationskosten meines Smart Meters sparen?

Smart Meter Installation

Wenn Sie bei unserem Pilotprogramm "Einsparzähler" mitmachen, profitieren Sie von der Förderung durch das BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) und können die einmaligen Einbaukosten Ihres Smart Meters sparen. Dafür müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:


  • Sie haben einen jährlichen Stromverbrauch von mehr als 3.000 kWh und Ihnen liegt die letzte Jahresabrechnung vor.
  • Sie haben keine Photovoltaik- oder sonstige Energieerzeugungsanlage.
  • Sie sind bereit, Ihre anonymisierte Daten zu Forschungszwecken zur Verfügung zu stellen.

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Kategorien: Smart Meter


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