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Intelligentes Messsystem vs. moderne Messeinrichtung:
Was ist der Unterschied?

Discovergy Blog im Überblick

Unterschied zwischen einem intelligenten Messsystem und einer modernen Messeinrichtung

Von Martin Jendrischik. Dienstag, 05.06.2018


Moderne Messeinrichtung und intelligentes Messsystem sind Begriffe, die im Kontext des Messstellenbetriebsgesetzes sowie des bevorstehenden Smart-Meter-Rollouts immer häufiger vorkommen. Wir erklären Ihnen, was hinter den beiden Konzepten steckt, und wieso beide – sowohl moderne Messeinrichtungen als auch intelligente Messesysteme – den Verbrauchern nur mit echten Visualisierungsmöglichkeiten zusätzlichen Nutzen bringen.


Um den Unterschied zwischen einer modernen Messeinrichtung und einem intelligenten Messsystem zu erklären, ist es hilfreich, sich zunächst anzuschauen, was eigentlich eine moderne Messeinrichtung ist. Eine moderne Messeinrichtung ist die einfachste Weiterentwicklung des altgedienten Ferraris-Zählers, der mit einem mechanischen Zählwerk den Stromverbrauch misst. Statt dieser mechanischen Methode, nutzt die moderne Messeinrichtung ein digitales Display zur Anzeige des Stromverbrauchs. Eine Moderne Messeinrichtung ist also grundsätzlich ein digitaler Zähler ohne Kommunikationsadapter und ohne Datenfernübertragung.


Im Unterschied zur modernen Messeinrichtung gibt es dem Gesetz zufolge das intelligente Messsystem. Wird ein digitaler Zähler mit einem vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierten Smart-Meter-Gateway kombiniert, entsteht hieraus die vom Gesetzgeber als intelligentes Messsystem bezeichnete Lösung. Derzeit arbeiten Discovergy und andere daran, ein entsprechend zertifiziertes Gateway zu entwickeln – sobald drei Anbieter die Zertifizierung geschafft haben, beginnt der darauf basierende flächendeckende Smart-Meter-Rollout. Insbesondere Datenschutz und Sicherheitsthematiken stehen bei der Zertifizierung im Mittelpunkt.


Welchen Nutzen bieten moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme?


Die moderne Messeinrichtung kann den aktuellen Stromverbrauch und einige gespeicherte Werte auf dem digitalen Display anzeigen. In der Praxis spielt diese Visualisierungslösung allerdings keine Rolle – denn neben dem Gang in den Keller an den Zähler, müssen die modernen Messeinrichtungen teilweise tatsächlich durch Morsezeichen mit einer Taschenlampe zur Anzeige der Daten ermuntert werden. Dieses Phänomen hat der Norddeutsche Rundfunk in seiner Sendung „Extra3“ treffend als „Irrsinn der Woche“ herausgearbeitet.


Fraglich ist, ob ein intelligentes Messsystem den Kunden einen echten Nutzen bieten kann, wenn es nicht über sinnvolle Visualisierungslösungen verfügt. Das bedeutet: Durch das Vorhandensein eines zertifizierten Gateways wird ein Messsystem nicht zwangsläufig intelligent, denn es hängt viel davon ab, wie die erfassten Daten für den Verbraucher dargestellt werden.


Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, ganz gleich, ob es um den freiwilligen oder verpflichtenden Einbau eines intelligenten Messsystems geht, auf die Visualisierungsmöglichkeiten des eigenen grundzuständigen Messstellenbetreibers zu achten. Tragen diese nicht zum besseren Verständnis des eigenen Stromverbrauchs bei, kann sich ein Verbraucher jederzeit die Dienstleistungen eines innovativen, wettbewerblichen Messstellenbetreibers wie Discovergy anschauen. Und zu diesem wechseln.


Zähler mit echtem Kundennutzen: Was macht Discovergy anders?


Intelligente Messsysteme und moderne MesseinrichtungenAnsicht der Discovergy Geräteerkennung-Funktion auf dem Discovergy Portal


Discovergy bietet deutlich mehr als andere Messstellenbetreiber: Der zentrale Unterschied der Discovergy-Lösung im Vergleich zu anderen, bald am Markt verfügbaren Angeboten, liegt in der Art, wie die Verbrauchsdaten tatsächlich visualisiert werden. Discovergy nutzt dafür Sekundenwerte, so dass im Web-Portal und in der Discovergy-App die Verbrauchsdaten in Echtzeit wiedergegeben werden. Für die Datenfernübertragung hat Discovergy schon 2011 ein eigenes Gateway namens Meteroit entwickelt, das die Sicherheit der Kommunikation garantiert. Ein Gateway auf Basis dieser Entwicklung durchläuft gerade das Zertifizierungsverfahren beim BSI. Nur mit der mit Meteroit möglichen Visualisierung können wirklich Schlüsse zum Energieverbrauch gezogen und Einsparungen realisiert werden.


All das dient als technische Grundlage für unseren intelligenten Stromzähler. Dieser ist schon in Tausenden deutschen Haushalten und Unternehmen im Einsatz und sorgt dort für Energietransparenz. Der Unterschied zum intelligenten Messsystem wird mit ihm kleiner, der Mehrwert hingegen durch einzigartige Funktionen wie die Discovergy Geräteerkennung unschlagbar. Wer sich heute dafür entscheidet, genießt acht Jahre Bestandsschutz. Anschließend wird durch Discovergy das Kommunikationsmodul gegen ein zertifiziertes Smart-Meter-Gateway ausgetauscht.


Auf Basis des intelligenten Stromzählers hat Discovergy speziell für Energieversorger und Netzbetreiber die Komplettlösung „Moderne Messeinrichtung Plus“ entwickelt, die es im Rahmen des bevorstehenden Smart-Meter-Rollout ermöglicht, die Anforderungen des Messstellenbetriebsgesetzes im Bereich der Visualisierung von Verbrauchsinformationen (§ 61 & § 62 des MsbG) mit wirklichem und realitätsnahem Mehrwert für die Endkunden zu verbinden.


Damit der Griff zur Taschenlampe und der Gang in den Keller, um den aktuellen Stromverbrauch zu sehen, niemals Realität wird.


Kategorien: Messstellenbetriebsgesetz, Smart Meter.

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