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Smart Meter Rollout:
Welche Verbrauchergruppen sind zunächst betroffen?

Discovergy Blog im Überblick

Live-Webinar Smart Meter Rollout

Von Martin Jendrischik. Montag, 27.07.2020


Der Smart Meter Rollout hat nun begonnen: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 31. Januar 2020 die sogenannte Markterklärung zum Start des Rollouts von intelligenten Messsystemen vorgelegt. Damit sind nun intelligente Messsysteme mit Smart-Meter-Gateway im ersten Schritt bei 3.712.962 Letztverbrauchern einzubauen. Konkret startet der Einbau intelligenter Messsysteme bei Haushalten und Unternehmen mit Stromverbrauch zwischen 6.00 und 100.000 Kilowattstunden pro Jahr. Für EEG-Erzeugungsanlagen bleibt der Einbau von intelligenten Messsystemen hingegen zunächst noch freiwillig.


Welche Verbrauchergruppen zunächst vom Smart Meter Rollout betroffen sind, hängt grundsätzlich von den Funktionalitäten ab, die durch die ersten zertifizierten Smart Meter Gateways erfüllt werden:

Smart Meter Rollout


Quelle der Tabelle: Marktanalyse zur Feststellung der technischen Möglichkeit zum Einbau intelligenter Messsysteme nach § 30 MsbG Version 1.1.1, Datum 03.02.2020.


Die im Rahmen des Smart Meter Rollouts installierten Intelligente Messsyteme – häufig auch mit der Kurzform iMSys genannt – sollen als wesentliche Bausteine im digitalisierten Energieversorgungsinfrastruktur entscheidend zum Gelingen der Energiewende in Deutschland beitragen. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um moderne Messeinrichtungen, die durch ein Smart Meter Gateway in ein Kommunikationsnetz eingebunden sind. Das Smart Meter Gateway ermöglicht als zentrale Kommunikationsplattform des intelligenten Messsystems die sichere Umsetzung vielfältiger Anwendungsfälle sowie Szenarien und wird zum Treiber für Innovationen und Digitalisierung.


Mit Discovergy: Smart Meter Rollout aus einer Hand

 

Der wettbewerbliche Messstellenbetreiber Discovergy erweitert sein Produktporfolio um intelligente Messsysteme mit zertifizierten Smart-Meter-Gateways und sieht sich auch für den Pflicht-Rollout gut gerüstet. „Als Komplettanbieter liefern wir Netzbetreibern, Energieversorgern und anderen Marktteilnehmern zuverlässige Lösungen vom bundesweit einheitlichen Messstellenbetrieb über die Gateway-Administration bis Speziallösungen für diverse Branchen“, sagt Nikolaus Starzacher, Geschäftsführer von Discovergy. „Der Rollout verleiht der Energiewende jetzt einen gewaltigen Schub, der auch zu mehr Dynamik bei Filialisten, in der Immobilienbranche oder beim Mieterstrom führen wird.“

 

„Wir bringen die Erfahrung aus mehr als 65.000 intelligenten Stromzählern ein – und freuen uns, dass der Smart-Meter-Rollout nun auch offiziell losgehen kann. Damit verschmelzen jetzt auch die bislang nebeneinander agierenden Bereiche Erzeugung, Netze und Digitalisierung", so Starzacher weiter. „Entscheidende nächste Schritte sind die Vereinfachung der Lieferketten, die Ausweitung der Tarifanwendungsfälle und die zügige Einbindung von hochaufgelösten Daten.“

 

Meteroit: Eigenes Gateway für den Smart Meter Rollout

 

Discovergy plant, die eigene BSI-Zertifizierung des Smart-Meter-Gateway Meteroit im laufenden Jahr abzuschließen. „Grundsätzlich setzen wir auf Diversifizierung, weil unsere Kunden von uns erwarten, dass wir Smart-Meter-Gateways unterschiedlicher Hersteller integrieren können“, so Starzacher. In Kürze wird Discovergy die ersten intelligenten Messsysteme einbauen. „Aus unserer Sicht wird der breitere Rollout dort starten, wo der größte Kundennutzen generiert wird – also etwa bei allen, die von flexiblen Börsenstrompreisen durch zeit- und lastvariable Tarife wie beispielsweise von aWATTar profitieren wollen.“

 

Discovergy versteht sich als innovativer Enabler neuer Geschäftsmodelle im Energiesektor und darüber hinaus. Zu den Kunden, die schon heute den Schritt in die Digitalisierung des Messwesens gewagt haben, zählen etwa die Hotelkette Maritim, der Mobilfunkanbieter Telefónica oder der Textileinzelhändler NKD. Mit den eigenen Lösungen für die Visualisierung des Energieverbrauchs, mit Speziallösungen für Mieterstrom, Filialisten oder Mobilfunkbetreiber ist der Aachener Dienstleister für Smart Metering breit aufgestellt.

 

Hintergrund: Angebot von Discovergy für den Smart Meter Rollout

 

Mit dem Alleinstellungsmerkmal des ganzheitlichen Angebots mit Lösungen aus einer Hand und bundesweit einheitlich, ist Discovergy in den vergangenen Jahren auf mehr als 100 Mitarbeiter gewachsen. Für die Kunden visualisiert Discovergy den Stromverbrauch über ein Webportal und eine App in Echtzeit, ist als Smart-Meter-Gateway-Administrator zertifiziert und bietet Speziallösungen, beispielsweise für Mieterstrom, Abrechnung oder Energiemanagement.

 

Besonders vorteilhaft ist das Angebot für Unternehmen mit vielen Standorten. Der Mobilfunkanbieter Telefónica, der alle seiner Mobilfunkstandorte auf Smart Meter umrüsten lässt, hat sich mit Discovergy für einen bundesweit einheitlichen Messstellenbetreiber entschieden. So reduziert Telefónica seine Verwaltungskosten, weil nur noch ein Vertrag für den Messstellenbetrieb geschlossen werden muss – und hebt durch die sekündlich aufgelösten Energiedaten Effizienzgewinne bei der Energieversorgung seiner Standorte.

 

Für Unternehmen und Privatkunden, die nicht in den Pflicht-Rollout fallen, bietet Discovergy auch weiter sein eigenes Gateway Meteroit als moderne Messeinrichtung an. Hiermit profitieren Endkunden von der Echtzeit-Visualisierung im Sekundentakt – und können damit Stromfresser identifizieren oder beispielsweise den Verbrauch an die Photovoltaik-Leistung der eigenen Anlage anpassen.

 

Hintergrund: Smart-Meter-Rollout als Teil der Energiewende

 

Der Rollout von Stromzählern, die durch Smart-Meter-Gateways vernetzt werden, ist eine Schlüsseltechnologie, um die Energiewende erfolgreich umzusetzen. Die relevanten Akteure – von Netzbetreibern über Stromlieferanten bis zu Verbrauchern – erhalten volle Transparenz über Erzeugung und Verbrauch. Diese ist maßgeblich, um die Stromnetze auch in Zukunft stabil zu halten – selbst dann, wenn die Energieversorgung überwiegend auf dezentralen und erneuerbaren Quellen basiert.

 

Die Smart-Meter-Gateways als Kommunikationsschnittstelle intelligenter Messsysteme sind nach den Vorgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik entwickelt und zertifiziert worden. Dabei stehen sowohl der Schutz der erfassten, übertragenen und ausgewerteten Daten wie auch die allgemeine Datensicherheit im Zentrum. Nach langem Vorlauf sind jetzt drei Smart-Meter-Gateways der Hersteller PPC, SAGEMCOM Dr. Neuhaus und EMH Metering zertifiziert, was zum offiziellen Start des Smart-Meter-Rollouts führt.

 

Was bedeutet „Digitalisierung der Energiewende“?

 

Beim Umbau des Energiesystems im Zuge der Energiewende hin zu erneuerbaren Energien wird mehr Transparenz über Erzeugung und Verbrauch benötigt, um beides in den Stromnetzen in Einklang zu bringen. Daher werden Zähler mit Smart-Meter-Gateways überall dort schrittweise verbaut, wo es für die Energiewende von entscheidender Bedeutung ist. Beispielsweise bei Haushalten, die eine größere Photovoltaikanlage mit mehr als sieben Kilowatt installierter Leistung betreiben oder bei Haushalten, Gewerbe- und Industrieunternehmen mit mehr als 6.000 Kilowattstunden Stromverbrauch pro Jahr. Relevant sind auch alle steuerbaren Verbraucher wie etwa Ladepunkte für Elektromobile, Wärmepumpen oder Nachtspeicherheizungen.

 

Was genau macht ein Smart-Meter-Gateway?


Über das Smart-Meter-Gateway (SMGW) werden alle Verbindungen nach innen und außen abgewickelt. Es ist die Zentraleinheit des Messsystems. Von außen erhalten fest definierte Marktteilnehmer wie Messstellenbetreiber, Stromlieferanten oder Verteilnetzbetreiber Zugriff auf das Gateway oder die notwendigen Daten. Wer welchen Zugriff hat, ist streng nach den Vorgaben des Gesetzgebers sowie den technischen Regeln des Bundesamts für Sicherheit in der Kommunikationstechnik (BSI) geregelt. Nach innen gibt es sowohl Schnittstellen zu den intelligenten Zählern als auch für Kunden und Techniker.

Die wichtigsten Funktionen des Smart-Meter-Gateways sind:

 

  • Kommunikation: Alle Kommunikationsverbindungen nach innen und außen laufen über das Gateway.
  • Informieren: Durch das Gateway lassen sich die Messwerte aus der Ferne auslesen. Die Verbrauchswerte sind sowohl für Letztverbraucher als auch Messstellenbetreiber zur Abrechnung wichtig.
  • Übertragung von Messwerten: Das Smart-Meter-Gateway als Kommunikationseinheit ist die zentrale Stelle, über die Messwerte an den Messstellenbetreiber übertragen werden. Das ermöglicht die Fernablesung des Stromverbrauchs durch autorisierte Marktteilnehmer und damit eine schnellere und genauere Rechnungsstellung.
  • Last- und zeitabhängige Tarife: In Zeiten von Überangeboten von Strom sollen Marktteilnehmer in Zukunft zu bestimmten Zeiten günstige Tarife anbieten können. Technisch wird das über die Kommunikationsfähigkeit des Smart-Meter-Gateways umgesetzt. Damit lässt sich das bekannte Beispiel der Waschmaschine umsetzen, die sich erst zum günstigen Tarifzeitraum einschaltet.
  • Erzeugungsmanagement: Netzbetreiber können unter bestimmten Voraussetzungen die Erzeugung dezentraler Anlagen, wie zum Beispiel Photovoltaik, abregeln. Für die Millionen Kleinanlagen in der Niederspannung soll das Smart-Meter-Gateway künftig dafür die Steuerbefehle der Netzbetreiber empfangen. Das Gateway leitet sie dann an die Steuerbox weiter. Sie übernimmt die tatsächlichen Schaltungen in der Kundenanlage.
  • Lastmanagement: Auch für das Zu- und Abschalten von Verbrauchern (Lasten) in der Kundenanlage empfängt das Gateway Steuersignale vom Netzbetreiber oder Energielieferanten. Damit lassen sich in Zukunft zum Beispiel gezielt Elektroautos günstig laden.
  • Netzbetriebliche Anwendungsfälle: Die Kommunikationsfähigkeit des Smart-Meter-Gateways ist Voraussetzung für das netzdienliche Schalten von Erzeugung und Verbrauch in der Kundenanlage. Das Gateway übernimmt somit eine ganz zentrale Rolle dabei, über das intelligente Messsystem die Erzeugungsanlagen in der Niederspannung netzdienlich anzusteuern.
  • Direkte Kundeninformation (Display, Apps): Verbraucher können annähernd in Echtzeit ihren Verbrauch einsehen.
  • Mehrspartenfähig: über Schnittstellen kann der Zähler auch die Messwerte anderer Zähler wie z.B. Gaszähler auslesen und weiterleiten.
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Kategorien: Smart Meter, Messstellenbetriebsgesetz.

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